2009 Die Leistungssteigerung

Scheinbar ein richtiges Busjahr. Obwohl am 02. Mai unser Sohn Mati geboren wurde, haben wir Ende April Brutus ausgemottet. Die erste Fahrt führte nach Eppingen um für Jan ein Hochbett abzuholen. Es zeigte sich, dass der Bus wie stets perfekt angesprungen ist. Die Bremse funktionierte allerdings weit weniger perfekt. Das Pedal ließ sich sehr weit treten und die Hinterachse wurde vor der Vorderachse gebremst (führt bei Blockieren der Hinterräder zu Instabilität). Eine Minipfütze unter dem Bus deutete bezüglich der Kühlwasserrohre nichts Gutes (also Handlungsbedarf) an.

Mai:

  • Bremse hinten einstellen lassen und Bremsanlage entlüften, der Verdacht auf einen defekten Hauptbremszylinder (HZ) hat sich nicht bestätigt

  • Tacho wieder einmal zerlegt, anscheinend war die erste Reparatur nicht ordentlich genug, das Ritzel hat sich wieder von der Welle geschoben, dieses Mal mit Sekundenkleber fixiert

  • Gasprüfung machen lassen, vorher das eigene neue Prüfset zum Einsatz gebracht

  • HU und AU ohne größere Mängel

Juli

  • Dachverkleidungen entklappert

  • Blaupunkt Subwoofer 2go installiert

August

  • Nach einem Ausflug ins Elsaß roch es komisch nach Diesel. Zunächst hatte ich die üblichen Verdächtigen (die Dieselrücklaufleitungen) in Verdacht. Dann jedoch stellte sich heraus, dass die Einspritzpumpe am LDA Hebel tropfte. Bei den T3 Infos habe ich gefunden, wie man den Defekt beseitigt. Der Dichtring beim Boschdienst kostet inzwischen etwas mehr (ca. € 4), die Bestellnummer stimmt noch.

  • Das Bremslicht schaltete auch reichlich spät (bei mehr als 30 bar Bremsdruck), also Bremslichtschalter (BLS) gewechselt. Das geht ohne Entlüften der Bremsanlage! (Wie? Hat mit Peter gezeigt: Kombiinstrument ausbauen, Tücher unterlegen, BLS aus HZ herausschrauben, Finger drauf, neuen BLS einschrauben, Kombiinstrument wieder einbauen, fertig!).

  • Ölwechsel mit Filterwechsel (wegen der guten Erfahrungen habe ich wieder Castrol High Milage 15W40 verwendet). Wieder reichlich 3 l abgelassen und 5 l eingefüllt. Den Dieselfilter habe ich diesmal auch mit gewechselt.

  • Edelstahlkühlrohre verbaut, eine schöne Schweinerei. Bussle Beni hat geholfen! Zunächst müssen ja die alten Rohre raus. Dabei zeigte sich das übliche Schadensbild, der Bund am Vorlaufrohr abgerissen, die Hülse bereits 50% aus dem Rohr herausgewandert, also allerhöchste Eisenbahn. Die neuen Rohe können, da sie geteilt sind, tatsächlich über den Tank hinweg geschoben werden, ohne diesen ausbauen zu müssen. Die neuen Rohre passen nicht perfekt, daher können nicht alle Halteklammern wieder verwendet werden.

  • LLK von Notter auch gleich eingebaut. Die mitgelieferte „Einbauanleitung“ ist ein Witz, es gibt einige (schlechte) Detailfotos mit unklarer Lagezuordnung und das war's. Um es vorwegzunehmen, ich habe leider keine besseren Bilder (in der Werkstatt bei Bosch in Schwieberdingen ist leider das Fotografieren nicht erlaubt).
    Der LLK wird etwas unterhalb des Sicherungskastens im Motorraum (in Fahrtrichtung links) eingebaut. Soweit ich mich an die Reihenfolge erinnere, sind die Montageschritte folgende (Bühne oder Grube erforderlich): 
    - Lärmschutzblech außen abbauen
    - Hinterrad li abbauen (für mehr Bewegungsfreiheit)
    - Schlauch zwischen LLK und Ansaugbrücke abbauen und auf mitgelieferten Bogen mit Metallmuffe aufstecken
    - Gelenkwelle links abbauen (Anzugsmoment der Sechskantschrauben beim Wiederzusammenbau 45 Nm)
    - Das Blech unterhalb des Sicherungskastens im Motorraum muss ca. 5 cm gekürzt werden (dabei entfallen zwei Befestigungspunkte für das Luftleitblech zur Kühlung des Turboladers)
    - Montageblech für obere Befestigung des LLK vom LLK abschrauben und an die Querstrebe mit den bereits vorhandenen Löchern montieren
    - lange Druckleitung (die mit dem Rohr) links vom LLK einfädeln, dann den LLK von unten in den Raum über der Antriebswelle platzieren und am oberen Montageblech und an dem unteren Montagepunkt fixieren, Druckleitung oben am LLK aufstecken
    - das Hitzeschutzrohr über den Schlauchbogen nahe des Turboladers schieben, Rohr aufstecken und mit mit Schlauchschellen fixieren
    - mit dem kürzeren Rohr (das nun um die alte Leitung zwischen Turbo und Ansaugbrücke verlängert ist) den unteren Anschluss des LLK und der Ansaugbrücke verbinden, Schlauchschellen festziehen
    - Rad wieder drauf, Gelenkwelle wieder ran, Lärmschutzblech montieren
    - Das Luftleitblech um die Luftführung des LLK herum großzügig absägen, einen neuen Befestigungspunkt für das Blech kreieren, Luftleitblech anbauen.
    - Zur Einstellung des Motors mit LLK gibt es ebenfalls nur wage Hinweise. Herr Notter empfiehlt, mit einer ganz moderaten Erhöhung der Einspritzmenge zu beginnen, Mengenschraube max. ¼ Umdrehung hineindrehen. Den Ladedruck erst danach anpassen.

  • Ein Teil des Windgeräuschpaketes eingebaut: Fenster mit Entlüftung


Unauffälligkeit des LLK

Der Ladelüftkühler befindet sich links in Fahrtrichtung, hier im Bild rechts vom Sicherungskasten. Etwas näher ran und man sieht ein bisschen mehr noch näher ran Auch von außen ist der LLK kaum auszumachen, nur die Schläuche sind zu sehen.